FDM (Fused Deposition Modeling)

FDM 3D Druck

Grundprinzip: Beim FDM-Verfahren wird ein thermoplastischer Kunststoff (z. B. PLA, ABS, PETG) in Form eines Filaments geschmolzen und schichtweise auf eine Bauplattform extrudiert.

Ablauf:

  1. Materialzufuhr: Das Filament wird über einen Vorschubmechanismus in den Extruder geführt.
  2. Aufschmelzen: Im beheizten Druckkopf wird das Material auf ca. 180 – 260 °C erhitzt.
  3. Extrusion: Der geschmolzene Kunststoff wird über eine feine Düse (Ø 0,4 mm) präzise aufgetragen.
  4. Schichtaufbau: Der Druckkopf bewegt sich in X- und Y-Richtung, während die Plattform sich nach jeder Schicht in Z absenkt.
  5. Abkühlung: Das Material erstarrt rasch und bildet die Konturen des Werkstücks.

Materialien: PLA, ABS, PETG, TPU, Nylon, CF-verstärkte Filamente

Auflösung: 50 – 400 µm pro Schicht

Vorteile:

  • Kostengünstig und einfach zu bedienen
  • Große Materialvielfalt
  • Mechanisch stabile Bauteile

Nachteile:

  • Sichtbare Schichtlinien
  • Begrenzte Detailgenauigkeit
  • Verzug bei großen Bauteilen durch Temperaturspannungen

SLA (Stereolithografie)

SLA 3D Druck

Grundprinzip: SLA nutzt flüssiges, lichtempfindliches Harz (Photopolymer), das durch einen Laser oder UV-Projektor schichtweise ausgehärtet wird.

Ablauf:

  1. Harzbehälter: Das flüssige Resin befindet sich in einem transparenten Tank mit beweglicher Bauplattform.
  2. Belichtung: Ein präziser UV-Laser (typisch 405 nm) härtet das Harz gezielt aus.
  3. Schichtaufbau: Nach jeder Belichtung hebt oder senkt sich die Plattform um eine Schichtdicke (25 – 100 µm).
  4. Nachbearbeitung: Teile werden gewaschen (Isopropanol) und nachgehärtet (UV-Licht).

Materialien: Standardharze, zähe Harze, gießbare Harze, biokompatible Harze

Auflösung: 25 – 100 µm pro Schicht

Vorteile:

  • Sehr hohe Detail- und Oberflächenqualität
  • Ideal für Schmuck, Dentaltechnik, Prototyping
  • Präzise Geometrien und feine Strukturen

Nachteile:

  • Teurere Materialien
  • Nachbearbeitung zwingend erforderlich
  • Mechanisch weniger belastbar als FDM-Teile